Die Metropole Ruhr

Großstadtflair und ganz viel Grün

Eine Metropole hat sich von einer Industrie- zu einer Kulturregion entwickelt. Kulturevents, renaturierte Grünflächen und Erholungsgebiete, umgewandelte ehemalige Industrieanlagen, vielfältige Gastronomie und Freizeitwerte… wir berichten darüber, denn wir sind Zuhause in der Metropole Ruhr.

 

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Heilig-Kreuz-Kirche Gelsenkirchen

 

Die Heilig-Kreuz-Kirche ist ein Veranstaltungsort mit außergewöhnlichem Flair. 1927 erbaut galt sie als Zentrum der katholischen Kirchengemeinde von Gelsenkirchen-Ückendorf. Mit einem Zuschuss von fast zehn Millionen Euro des Landes NRW aus dem Förderprogramm "Starke Quartiere - Starke Menschen" entstand im Jahr 2016 an der Bochumer Straße ein Veranstaltungsort, der im Ruhrgebiet seinesgleichen sucht. Bis zu 800 Besucher finden in dem ehemaligen Kirchengebäude Platz für hochkarätige Konzerte, Veranstaltungen, Tagungen und Kongresse. 

 

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Bedeutung für das Kreativquartier Ückendorf
Die Kirche wirkt sowohl mit quartiersnahen Angeboten unmittelbar in den Stadtteil hinein als auch mit prominent besetzen Veranstaltungen. Das Projekt fügt sich nahtlos in die weitere Belebung des Kreativquartiers Ückendorf ein, das langfristig für Menschen verschiedenster Herkunft und Altersstrukturen attraktive kulturelle Angebote schaffen wird. Mit dem aufwändig sanierten Gebäude setzt Gelsenkirchen ein Ausrufezeichen in die Eventlandschaft des Reviers. 

 

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Biomassepark Hugo - Gelsenkirchen

 

Nach Stilllegung des Zechenstandortes Hugo in Gelsenkirchen im Jahr 2000 war es das gemeinsame Ziel der Ruhrkohle AG, des Landes NRW und der Stadt Gelsenkirchen, diese ca. 28 ha große Fläche des ehemaligen Bergwerks als eine wichtige Teilfläche des Regionalen Grünzugs im Emscher Landschaftspark mit Hilfe einer zukunftsfähigen Nutzung für den Freiraum zurückzugewinnen. Entstanden ist das Grünlabor im Biomassepark Hugo - ein Erlebnismodell! 
Ein neuer Typus von Grünfläche im öffentlichen Raum, der Modellcharakter hat, auch weil er sich in den fünf Jahren des Bestehens stetig weiterentwickeln konnte. 

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Der Biomassenpark Hugo steht für ein innovatives Projekt in den Bereichen: 

  • Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel
  • Artenvielfalt und Artenschutzmaßnahmen
  • Umwelt- und außerschulische Bildung mit erfolgreicher Bürgerbeteiligung
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Künstlerzeche - unser Fritz in Herne

Die Künstlerzeche "Unser Fritz" - von der Kohle zur Kunst: Ein Zeichen der lebendigen Industriekultur, ein Ort der Kunst, idyllisch am Rhein-Herne-Kanal gelegen. Ein Gebäude, welches 13 Künstler miteinander verbindet, denn hier haben sie ihr künstlerisches "Zuhause" gefunden. Dreizehn Ateliers finden in dem wunderschönen Gebäude ihren Platz, in denen unterschiedlichste Form der Kunst erschaffen wird. Die Kunst der Fotografie, der Zeichnungen, Bildhauerei, Malerei und die Kunst der Rauminstallation. Im Inneren bestimmen endlos hoch erscheinende weiße Wände, dunkle Böden und Stahl die Atmosphäre, welchen geistigen Platz für Raum und Gestaltung bietet. 

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Die Kaue der ehemaligen Zeche bietet einen perfekten Veranstaltungsrahmen, so finden auch die Künste des Tanzes und der Musik hier ihren Platz. Gemeinsame Ausstellungen der dort ansässigen und geladener Künstler sind beliebt erfreuen sich normalerweise vieler Besucher. Die aktuelle Pandemie hat es jedoch vorrübergehend ruhig werden lassen in der Zeche, doch in den Ateliers wird weiterhin großartige Kunst erschaffen.    

 

 

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MIR - das schönste Opernhaus im Revier

Vor 60 Jahren, am 15. Dezember 1959, wurde das "Neue Gelsenkirchener Theater" eröffnet. Es liegt im Herzen von Gelsenkirchen, wo sich die Lebensadern des Ruhrgebiets von Osten nach Westen und von Süden nach Norden queren. Der Entwurf von Architekt Werner Ruhnau stellte alles in den Schatten, was in dieser Zeit an Theatern gebaut wurde. Eine große Bühne und Platz für mehr als 1.000 Zuschauer, modernste Technik und ein riesiger, lichtdurchfluteter Zuschauerbereich. Ruhnaus demokratisches Konzept des offenen, gläsernen Foyers, der Sichtachse zur Stadt, der Verbindung von Architektur und Bildender Kunst als kultureller Mittelpunkt der Arbeiterstadt Gelsenkirchen war visionär - und ist es noch heute. 

 

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Werner Ruhnau hat wie im Bauhüttenwesen des Mittelalters alle Künste zusammengefasst, bildende Künstler integriert und ein Gesamtkunstwerk geschaffen. Die Menschen an Emscher und Ruhr lieben ihr MIR, wie sie es vertraut nennen. Weil dieses Bauwerk der Kunst dient und nicht selbstherrlich für sich steht. Und weil das MIR als einer der bedeutendsten Theaterbauten der Nachkriegszeit in Deutschland gilt "durch die hohe baukünstlerische Qualität, die gelungene Integration von Werken der bildenden Kunst."

 

 

 

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Landschaftspark Duisburg-Nord

Der Landschaftspark Duisburg-Nord, der kürzlich sein 25-jähriges Jubiläum feierte, hat sich in dieser Zeit vom ehemaligen Hüttenwerk, das der Roheisengewinnung diente, zu einem weit über die Grenzen des Ruhrgebiets bekannten Anlaufpunkt für Kultur, Erholung und Events gewandelt. Historische Bauwerke erinnern an die industrielle Vergangenheit und außergewöhnliche Naturszenarien bieten Gelegenheit zum Erforschen und Genießen. Seit Dezember 1996 können Besucher abends das Highlight des Landschaftsparks erleben. Dann taucht die Lichtinstallation des britischen Künstlers Jonathan Park das Hüttenwerk in ein faszinierendes Meer von Licht und Farbe. 

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Das volle Lichtprogramm ist jeden Freitag, Samstag, Sonntag, an Feiertagen und an den Vorabenden von Feiertagen zu sehen. Dann beleuchtet die Lichtinstallation auf etwa 15 Hektar die technischen Anlagen des stillgelegten Hüttenwerks im Kern des Landschaftsparks. Von Montag bis Donnerstags läuft ein Minimalprogramm, das sich auf die Beleuchtung der drei Schornsteine beschränkt. Das Hüttenwerk wird in den Farben Rot, Grün und Blau angestrahlt. An den Anlagen der einzelnen Anlagenteile: Grün steht für das Gas, Blau für Wasser und Rot für Feuer und Hitze. Bei genauem Hinsehen eröffnet sich in der Nacht die Industriegeschichte des ehemaligen Hüttenwerks auf spannende Art und Weise. 

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Essen-Kray

Alte Lohnhalle - Historie trifft auf Gastlichkeit

Was zeichnet das Ruhrgebiet aus? Geschichten  aus der Blütezeit der Kohle- und Stahlindustrie, Geschichten der Menschen, die vereint als Kumpel unter schweren Arbeitsbedingungen zum Wohlstand der Region beigetragen haben, ein heutiger Wandel in Form von lebendiger Industriekultur und mancherorts auch das „Unperfektbare“, auf überflüssiges „Make-UP“ zu verzichten.  Diese Aspekte miteinander zu verbinden, in einem historischen und denkmalgeschützten Gebäude in Essen-Kray ist den Eigentümern Anna Kruljac und Heinrich Huke in Form eines Hotels mit angeschlossener Gastronomie hervorragend gelungen.

Erbaut wurde das Gebäude 1906 in seiner Funktion als Lohnhalle für die Bergleute der Zeche Bonifacius.Die heutigen Hotelzimmer, jedes im individuellen Stil eingerichtet dienten früher als Badezimmer. Die Gäste des Hotels erleben heute das Privileg eines wunderbaren Schlafkomforts im Einzel-,  Doppel- oder Dreibettzimmer. Im Restaurant „Über Tage“ wird dem Gast u.a. eine „ehrliche“ Ruhrgebietsküche sowie ein tolles Frühstücksangebot präsentiert, in dem wunderschönen Ambiente der Lohnhalle oder an warmen Sommerabenden auf der neu eröffneten Außenterrasse.

www.alte-lohnhalle.de

Strukturwandel

Umbau des Emscher-Systems

Die Jahrhundertaufgabe, ein komplettes Gewässersystem mitten in einem der größten Ballungsräume Europas umzugestalten, geht einher mit der Metamorphose des Reviers vom Industriegebiet zu einer modernen Metropolregion. Zur Zeit der Industrialisierung übernahm die Emscher die Rolle der abwassertechnischen Hauptschlagader der Region von Dortmund bis Duisburg. Der Fluss als offener Schmutzwasserlauf, eingeengt in ein Korsett aus Beton, hat das Bild der Region im 20. Jahrhundert geprägt. Nun, wo sich auch das Ruhrgebiet wandelt, erhält auch die Emscher ein neues Gewand: Als eine bald vom Abwasser befreite und renaturierte Flusslandschaft symbolisiert sie das neue, moderne Revier. Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft den Emscher-Umbau um. In Zahlen drückt sich der Emscher-Umbau durch den Bau von mehr als 400 Kilometern an neuen unterirdischen Abwasserkanälen und die naturnahe Umgestaltung von 350 Kilometern an Uferlandschaften aus. Der Oberlauf der Emscher und ihre Nebenläufe in Dortmund sind bereits seit Anfang 2010 auf einer Länge von etwa 24 Kilometer komplett abwasserfrei – und heute weitestgehend bereits renaturiert, ebenso auch die früheren Emscher-Arme Alte Emscher und Kleine Emscher im Raum Duisburg.

Mehr erfahren Sie in unserer IMMAG Ausgabe 02/2019 oder über www.EGLV.de

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